Über uns

Über uns

Als unser sechzehn Jahre alter Sohn im Jahr 2006 an Krebs erkrankte, hatten wir uns über das Thema „Jugendliche / junge Erwachsene im Krankenhaus" noch nie Gedanken gemacht. Wie selbstverständlich wandten wir uns an die MHH „für Erwachsene" und unser Sohn wurde auch ganz selbstverständlich dort stationär aufgenommen.

Nach drei Wochen lag die richtige Diagnose vor und aufgrund der Tumorart wurde unser Sohn in die Kinderklinik verlegt.

Wir haben also beide Stationen kennengelernt und fühlten uns weder bei den Erwachsenen noch bei den Kindern richtig aufgehoben.

Unser Sohn wurde auf beiden Stationen von hervorragenden Ärzten und Pflegerinnen bzw. Pflegern mit außerordentlichem Engagement behandelt und betreut. Trotzdem blieb das Gefühl, allein zu sein. Mit einem siebzig Jahre alten Zimmergenossen  oder im „Kindergartenambiente" mit lauter jüngeren Kindern und Eltern hatten wir das Gefühl, dass eine altersgerechte Betreuung unseres Sohnes sehr schwierig war.

Wir konnten keinen Kontakt zu gleichaltrigen Patienten und ihren Angehörigen knüpfen, der sowohl für unseren Sohn als auch für uns als Eltern sehr hilfreich gewesen wäre.

Schon zu dem Zeitpunkt haben wir uns gefragt, warum die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren nicht auf einer Station zusammen behandelt werden. Wir haben das auch in der Klinik angesprochen. Es hieß  dann, dafür sei die Zahl der Patienten zu gering.

Im April 2008 haben wir zufällig - durch einen Artikel in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung - vom englischen Teenage Cancer Trust erfahren. Über das Internet holten wir uns mehr Informationen und stellten fest, dass es in England schon seit fast zwanzig Jahren eigens für Teenager eingerichtete Krebsstationen gibt, die vom TCT finanziert werden. Sofort kam die Frage „Warum gibt es so etwas nicht in Deutschland?" und „Die Zahl der Patienten in England und Deutschland kann doch nicht so unterschiedlich sein?"

So reifte in uns der Entschluss, uns dafür einzusetzen, dass auch in deutschen Krankenhäusern Stationen für krebskranke Jugendliche und junge Erwachsene eingerichtet werden und die psychosoziale Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen verbessert wird.

Wir setzten uns mit Simon Davies, dem Geschästführer des Teenage Cancer Trust,  in Verbindung und besuchten ihn in London. Gemeinsam mit der Vorstandsvorsitzenden Myrna Whiteson informierte Simon uns über die Gründung, Entwicklung und Arbeit des TCT. Wir sahen uns die Stationen der Universitätskliniken in London und Leeds an und sprachen dort mit Mitarbeitern und Patienten.

Unser Fazit:
Wir brauchen auch in Deutschland solche Stationen und wir hoffen, mit unserer Stiftung, unserem ehrenamtlichen Einsatz und Ihrer/Eurer Hilfe einen entscheidenden Beitrag leisten zu können.